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Wirtschaftliche Genesung des TGZ hält an

Wer ins TGZ will, hat längst nicht mehr die freie Wahl. Vorbei sind die Zeiten, als sich potenzielle Mieter Büroflächen nach Lust und Laune zusammenstellen konnten. Heute müssen sie nehmen, was noch frei ist, und das wird immer weniger.

Norbert Heise ist über diese Entwicklung hocherfreut. Der Leiter des Rathenower Wirtschaftsamtes, der seit Oktober 2010 die Geschäfte im TGZ nebenamtlich führt, verkündete am Montagabend diese und andere frohe Botschaften. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Mieter um fünf auf jetzt 26 gestiegen, so Heise. Ende 2010 waren Heise zufolge erst 66 Prozent der Fläche vermietet, heute sind es fast 90 Prozent.

Das schlägt sich auch in den Erlösen nieder: Die Mieteinnahmen stiegen binnen eines Jahres von rund 181 000 auf 190 000 Euro. Und weil manche Verträge erst vor kurzem abgeschlossen wurden, ist in diesem Jahr nochmals mit einer deutlichen Steigerung auf fast 214 000 Euro zu rechnen. Dem stehen Betriebskosten von rund 190 000 Euro pro Jahr gegenüber. Anders ausgedrückt: Das TGZ trägt sich selbst und wirft sogar einen Gewinn ab.

Allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit. Denn da ist noch ein Kredit abzuzahlen. Als das TGZ im Jahr 1997 errichtet wurde, steuerte die Stadt als Gesellschafter einen Eigenanteil von rund 1,3 Millionen Euro bei. Seitdem werden Schulden abgestottert: Über 100 000 Euro belasteten die Stadtkasse bislang pro Jahr.

Doch auch ein Ende dieser Last ist in Sicht. Norbert Heise geht davon aus, dass der Kredit im Jahr 2018 getilgt sein könnte. Freilich geht das nicht ohne städtischen Zuschuss. Doch der wird in diesen Jahr erstmals unter die 100000-Euro-Marke sinken. 80 000 Euro sind im Haushalt veranschlagt. Zwar fallen jährlich immer noch Zins- und Tilgungsleistungen in Höhe von über 100 000 Euro an. Weil das TGZ aber, wie oben erwähnt, einen kleinen Gewinn erwirtschaftet, sinkt die Belastung für die Stadt.

Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses, der am Montagabend im TGZ tagte, waren von diesen Nachrichten ausgesprochen angetan. Und sie ermutigten Heise, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Zu diesem Weg gehört auch, dass künftig mehr Geld in Reparatur und Instandsetzung des Gebäudes investiert werden muss. Bereits im vergangenen Jahr wurden rund 18 000 Euro investiert, um Reparaturen an Dach und Fassade vorzunehmen. Künftig soll dieser Betrag auf rund 25 000 Euro pro Jahr aufgestockt werden.

Auch was die Mieterstruktur angeht, hat das TGZ an Profil gewonnen. Der Ausspruch des damaligen brandenburgischen Wirtschaftsministers Wolfgang Fürniß, der das TGZ wegen des kunterbunten Branchenmixes als „Bauchladen“ bezeichnet hatte, zieht längst nicht mehr. Heise zufolge handelt es sich bei den meisten Mietern um innovative Unternehmen, stark vertreten seien die optische Industrie und die Medizintechnik.

Heise wies die Abgeordneten noch auf eine Besonderheit hin: Drei chinesische Unternehmen hätten Räume im TGZ gemietet, um von diesen Beziehungen zur havelländischen Wirtschaft aufzubauen. Das sei, so Heise, im Land Brandenburg absolut einmalig. (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, Markus Kniebeler, 01.02.2012)


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